Machen Sie ein Foto, bei dem sich das Hauptmotiv am Bildrand befindet, müssen Sie berücksichtigen, dass die Kamera automatisch auf die Bildmitte fokussiert und das Hauptmotiv unscharf auf dem Foto erscheinen könnte. Umgehen Sie diesen Fehler, indem Sie den Schärfespeicher Ihrer Kamera nutzen: Fokussieren Sie das Hauptmotiv und halten Sie den Auslöser halb durchgedrückt. Danach schwenken Sie die Kamera so, dass das Motiv an der gewünschten Stelle liegt. Erst jetzt drücken Sie den Auslöser ganz durch.
Schöne Effekte erzielen Sie, wenn Sie nicht nur das eigentliche Motiv fotografieren, sondern versuchen es in einem Kontext darzustellen. Die Umgebung eines Gebäudes oder ein ins Bild hängender Ast auf einer Panoramaaufnahme machen Ihr Foto lebendiger und vermitteln den szenischen Gesamteindruck.
1.2. Mit Unschärfe arbeiten:
Wie Sie auch mit einfachen Consumer-Kameras durch Unschärfe-Effekte bestimmte
Objekte hervorheben können
Consumer-Kameras fokussieren immer die Bildmitte und die auf dem Foto abgebildeten Objekte sind alle gleich scharf. Das Auge des Betrachters wird bei solch einem Foto jedoch nicht effektvoll gelenkt. Einen besseren Effekt erzielen Sie, wenn Sie das Objekt mittig fokussieren, den Auslöser halb durchdrücken, dann das fokussierte Objekt aus der Bildmitte herausbewegen und nun erst abdrücken.
Besonders gut eignet sich diese Technik, wenn ein sehr nahes Objekt fokussiert wird (<1 m Abstand zur Linse) und der Hintergrund im Vergleich dazu weit entfernt ist (>10 m zur Linse).
Fotografieren Sie ein vorbeifahrendes Auto oder ein anderes bewegliches Motiv, kann es passieren, dass nur der Hintergrund scharf abgebildet ist. Die Lösung: Führen Sie die Kamera beim Auslösen mit dem bewegten Motiv mit und nutzen Sie eine ausreichend kurze Belichtungszeit. So fangen Sie das Motiv bestechend scharf auf dem Foto ein.
2. Licht und Stimmung
2.1. Weißabgleich:
Wie Sie verhindern, dass Ihre Bilder einen Farbstich bekommen
Das Problem besteht meist darin, dass Bilder, die bei Kerzenschein oder Innenraumbeleuchtung aufgenommen werden, meist einen Gelb- oder Orangestich erhalten.
Der Grund dafür ist Folgender: Tageslicht ist heller und weißer als Kerzenlicht oder das Licht von Glühbirnen. Während sich die Augen an das Licht anpassen können, bildet die Kamera die Szene einfach so ab, wie sie in dem Moment erscheint – bei Kerzenlicht oder Innenraumbeleuchtung mit einem Licht, das immer zu orange wirkt.
Die Kamerahersteller sind sich dieses Problems bewusst und statten ihre Geräte meist mit der Funktion „Weißabgleich“ aus. Damit können Sie die Kameratechnik den Lichtverhältnissen anpassen. Für Innenraumbeleuchtung bei Nacht stellen Sie den Weißabgleich Ihrer Kamera auf Innenraumlicht ein. Für Tagesfotografien auf das normale Tageslicht. Wie genau das bei Ihrer jeweiligen Kamera funktioniert, finden Sie in der Anleitung zur Handhabung Ihrer Kamera oder im Menü Ihres Gerätes unter „Weißabgleich“/“Beleuchtung“. Das Ergebnis: Ihre Fotos punkten durch natürlichere und echte Farben.
Übrigens: Die meisten Digitalkameras versuchen den Weißabgleich durch Bestimmung des Umgebungslichts automatisch vorzunehmen. Bessere Ergebnisse erhalten Sie im Normalfall, wenn Sie – wie oben beschrieben – die richtige Einstellung manuell vornehmen. Experimentieren Sie gern auch mit der Einstellung: Mit der manuellen Wahl können Sie auch bei normaler Beleuchtung verschiedene kreative Farbeffekte erzielen und Ihren Bildern so mehr Eindruck verleihen!
2.2. Foto-Effekte:
Wie Sie mit Effekten die richtige Stimmung erzeugen
Für den Eindruck Ihrer Fotos ist nicht nur die Bildkomposition (Aufbau der Bildinhalte und deren Verhältnis zueinander) entscheidend, sondern auch die Farben. Der Sepia-Effekt wird z. B. ganz häufig eingesetzt, um Fotos künstlich altern zu lassen – gerade in Verbindung mit einem antik anmutenden Rahmen erzielen Sie so sehr schnell ansprechende Stimmungen. Beide Effekte können Sie ganz leicht über die Fotobuch-Bestellsoftware mit wenigen Klicks auf Ihre Fotos anwenden. 
Schöne Ergebnisse erzielen Sie auch, wenn Sie Ihre Hochzeitsfotos mit einem ovalen Rahmen versehen. Feierliche Anlässe setzen Sie so ganz gekonnt in Szene.
Die Fotobuch-Software erlaubt Ihnen Ihre Fotos durch eine Vielzahl weiterer Effekte in die richtige Stimmung zu tauchen. Ob Graustufen, Sepiatönung, Schatten, Transparenzen oder Rahmen – damit zaubern Sie aus einem banalen Foto einen echten Hingucker. Übrigens können Sie die Stimmung Ihrer Fotos auch schon bei der Aufnahme durch Veränderung der Belichtungszeit beeinflussen – eine lange Belichtungszeit lässt z. B. bewegte Objekte in Unschärfe verschwimmen und erzeugt eine schönere Lichtstimmung.
3. Seitenkomposition
3.1 Umschlag-Gestaltung:
So erstellen Sie einen eindrucksvollen Panorama-Effekt für das Cover
Normalerweise würden Sie Ihr Cover wie bei einem herkömmlichen, selbst gebastelten Fotoalbum gestalten: Sie definieren die Hintergrundfarbe und fügen einen Bildrahmen mit dazugehörigem Textelement ein. Mit einem kleinen Trick können Sie jedoch viel mehr bewirken: Statt einen Bildrahmen in der Mitte des Covers zu platzieren, kann dieser auch über das gesamte Cover gehen und das gesamte Cover bedecken. So erzeugen Sie schon auf dem Einband Ihres Fotobuches einen tollen Panoramaeffekt.
In der Fotobuch-Bestellsoftware ziehen Sie dafür den Bildrahmen einfach über das gesamte Cover, inklusive Buchrücken. Bitte vergessen Sie dabei nicht, 3 mm Beschnitt an allen Rändern einzuplanen, d. h. wichtige Elemente nicht zu weit am Rand zu positionieren. Innerhalb des Covers können Sie auch weitere kleinere Fotos einbinden.
3.2. Mehrere Fotos auf einer Doppelseite im Fotobuch: Wie Sie vermeiden, dass eine Seite mit vielen Fotos unharmonisch wirkt
Sie möchten viele verschiedene Bilder auf einer Seite unterbringen, doch das Ergebnis wirkt aus irgendeinem Grund nicht harmonisch? Vermutlich sind die Bilder zu verschieden – das Auge muss sich für jedes Bild neu orientieren und die Seite wirkt dadurch mitunter „wild“.
Die Lösung für dieses Problem: Versuchen Sie, Fotos mit der gleichen Farbwelt auf einer Seite zusammen unterzubringen. Auch das Beschränken auf Fotos, die aus der gleichen Perspektive aufgenommen sind (nah ODER fern, von oben ODER von unten), lassen eine Seite harmonischer erscheinen. Eine Vielzahl von Makro- und Panorama-Aufnahmen auf der gleichen Seite könnten ebenfalls zu „durcheinander“ wirken. Auch Unschärfe-Effekte sollten einheitlich sein, d. h. Sie verwenden auf einer Seite entweder nur Fotos mit oder ohne Unschärfe. Unterschiedliche Rahmenarten sollten Sie auf einer Fotobuchseite ebenfalls nur begrenzt einsetzen.
Das Ergebnis: Ihre Fotos werden optisch viel besser harmonieren und im Idealfall sogar eine schöne Geschichte erzählen.
3.3. Bildauswahl I: Wie Sie mit der richtigen Auswahl der Bilder eine Mini-Story auf einer Doppelseite erzählen können
Irgendwie fehlt Ihren Doppelseiten noch die gewisse Spannung?
Auch dafür haben wir einen Tipp: Fügen Sie Ihre Bilder in einer bewussten Reihenfolge in die Fotobuchseiten ein. Auf diese Weise stellen Sie einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen den einzelnen Aufnahmen her und überlassen es Ihren Fotos, dem Betrachter eine Geschichte zu erzählen.
Wenn Sie mehrere Fotos auf einer Doppelseite platzieren, prüfen Sie die Reihenfolge (von links nach rechts, von oben nach unten). Bei einer Hochzeitsserie wirkt das Zeigen einer Totalen innerhalb der Kirche zu einer Halbtotalen auf das Brautpaar und zu einer Nahaufnahme des Kusses beispielsweise äußerst interessant. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, drei bis vier kleine Detail-Fotos auf einem vollflächigen Hintergrundbild zum gleichen Thema zu platzieren.
3.4. Bildauswahl II: Wie Sie Panoramabilder mit zusätzlichen Detail-Ausschnitten aufwerten
Sie haben ein schönes Panoramafoto und wollen es aufwerten? Wenn es das Bild hergibt, sollten Sie sich zwei oder drei Details, die Sie besonders hervorheben wollen, aus dem Panorama herauskopieren (z. B. das Reh am Horizont oder den einzelnen Baum in der Prärie).
Ziehen Sie das Panoramabild wie gewohnt über die ganze Fläche. Duplizieren Sie den Bildrahmen und zeigen Sie am unteren oder rechten Bildrand in kleinerem Rahmen die zwei oder drei Details, die Sie gesondert hervorheben wollen.
Auf diese Art weisen Sie den Betrachter beim Durchblättern schon optisch auf ganz besondere Weise auf das ein oder andere Detail hin. So ermöglichen Sie auch, aus den Detailaufnahmen eine kleine Serie zu machen (z.B. bei Hochzeitsfotos, siehe Tipp „Bildauswahl I: Wie Sie mit der richtigen Auswahl der Bilder eine Mini-Story auf einer Doppelseite erzählen können“).
Schon mit wenigen Detailausschnitten aus Ihren Fotos können Sie so auf einer Seite einen harmonischen Gesamteindruck und ein besonders stimmiges und interessantes Ergebnis erzielen.
3.5. Seitenlayouts: Verfügbare Seitenlayouts in der Fotobuch-Bestellsoftware und deren Wirkung
Die Fotobuch-Bestellsoftware bietet Ihnen zahlreiche Möglichkeiten zur Gestaltung Ihrer Inhalte: Wenn gewünscht, können Sie jede Seite individuell selbst gestalten. Brauchen Sie dagegen etwas mehr Unterstützung beim Gestalten, verhelfen Ihnen 45 bereits gestaltete Vorlagen zu einem stimmigen Fotobuch.
Versuchen Sie bei der Auswahl der Seitenvorlage darauf zu achten, dass der Vorlagentyp zu den Fotos auf der Seite passt: Naturaufnahmen kommen als etwas größere und einzeln positionierte Fotos besonders gut zur Geltung. Partyschnappschüsse hingegen sind oft in einem Seitenlayout mit mehreren kleineren Fotos besser untergebracht. Für ein besonders eindrucksvolles Ergebnis legen Sie ein Panoramafoto über die gesamte Seite hinweg an. Der Vorteil bei Fotobuchexpress24 ist die spezielle Panoramabindung – denn diese verhindert, dass eine störende Wulst in der Mitte entsteht.
Nutzen Sie die zahlreichen Varianten der Seitenlayouts und probieren Sie aus, wie Ihre Fotos am besten zur Geltung kommen. Ein Tipp: Das Seitenlayout sollte nicht nur zum Foto-Inhalt, sondern im Idealfall auch zur vorhergehenden und zur nachfolgenden Seite passen. Achten Sie also auch darauf, dass die Seiten Ihres Fotobuchs nicht permanent zwischen Panorama-Seiten und kleinteilig gestalteten Layouts hin- und herspringen, um ein stimmigeres Gesamt-Layout zu erzielen.
3.6. Texte gestalten. Wie Sie die Textfunktion der Software besonders wirkungsvoll einsetzen
Manche Bilder wirken einfach noch besser, wenn Sie Ihnen einen individuellen Titel geben oder mit einer persönlichen Widmung versehen. Mit dem Textwerkzeug der Fotobuch-Software ist das ganz einfach machbar: Textrahmen aufziehen, Text schreiben, Schriftart auswählen und Text wie gewohnt formatieren. Unerwünschte bzw. ungünstige Zeilenumbrüche umgehen Sie, indem Sie ganz einfach die Größe des Textfeldes entsprechend anpassen. Bitte beachten, dass die Schriftgröße nicht kleiner als 12 sein sollte, da es je nach Schriftart zu einer unerwünschten Undeutlichkeit kommen kann.
Zur Verfügung stehen Ihnen alle Schriftarten, die Sie auf Ihrem PC installiert haben. Unterschieden werden dabei generell serifenlose und Serifenschriftarten. Serifenlose Schriften, wie z.B. Arial wirken moderner als Schriftarten mit Serifen, wie z. B. Times New Roman, die einen eher förmlichen Eindruck entstehen lassen. Verwenden Sie auf dunklen Bildern grundsätzlich helle Schriftfarben, auf hellen Bildern dunkle Schriftfarben. Bei besonders unruhigen Bildern können Sie dem Text einen besseren Stand verleihen, indem Sie einen neuen Rahmen aufziehen, ein vollflächig schwarzes Bild einfügen (kann auch am Computer angelegt sein) und schließlich die Transparenz auf 50 % oder 25 % setzen – so hebt sich die Schrift besser vom vorher unruhigen Hintergrund ab. Der große Vorteil der Fotobuchexpress24-Fotobücher: Unsere Drucktechnik garantiert Ihnen, dass Ihr Text gestochen scharf, in Buchdruck-Qualität erscheint.
4. Fototipps
4.1. Menschen fotografieren: Wie Sie tolle Porträts hinbekommen
Egal ob Baby, der Partner oder Sie selbst – bei Porträtfotos steht der Mensch im Mittelpunkt. Achten Sie hier beim Fotografieren darauf, was Sie aussagen wollen: Wenn Sie jemanden heroisieren wollen, dann sollten Sie die Person leicht von unten fotografieren. Steht sie dabei etwas breitbeinig und eventuell mit verschränkten Armen, entstehen aussagekräftige Fotos. Oder soll der Mensch eher angenehm und sympathisch wirken? Schaffen Sie ein behagliches Umfeld und lassen Sie die Person beispielsweise entspannt auf einer Couch sitzen.
Wichtig bei Porträtfotos ist, dass Sie den Fokus auf die Person richten und der Hintergrund wenig dominant ist – damit keine Objekte im Hintergrund die Aufmerksamkeit von der Person ablenken. Bei Bedarf können Sie hier auch mit Unschärfe arbeiten. Nutzen Sie dazu beim Fotografieren eine möglichst große Blendenöffnung und eine leichte Telebrennweite.
Interessante Effekte lassen sich Übrigens auch erzielen, wenn Sie die Person aus der Mitte herausrücken oder, z. B. bei einer Gesichtsaufnahme, im Anschnitt zeigen.
4.2. Landschaftsfotografie: Wie Sie die Stimmung der Natur einfangen
Landschaftsfotos wirken oft uninteressant und starr. Hier schafft das Spiel mit Vorder-, Mittel- und Hintergrund Abhilfe, indem es Ihren Aufnahmen mehr Tiefe und Spannung verleiht.
Wählen Sie z. B. den Bildausschnitt so, dass ein wichtiges Element vorn links platziert ist und der Rest des Bildes vom Hintergrund ausgefüllt wird – so bringen Sie visuelle Spannung ins Bild. Mehr Bewegung bringen Sie in Ihr Foto, wenn die Horizontlinie nicht genau durch die Bildmitte verläuft.
Schräg verlaufende Linien bewirken zudem, dass der Blick des Betrachters über das gesamte Foto gelenkt wird und das Bild dynamischer erscheint. Im Idealfall platzieren Sie den Horizont ungefähr im unteren Drittel des Bildes – das ist die Perspektive, an die wir durch unser normales Sehen am ehesten gewöhnt sind.
Zusätzlich können Sie durch einen Perspektiv-Wechsel die Wirkung eines Motivs stark beeinflussen. Das erreichen Sie manchmal schon, wenn Sie sich auf einer kleinen Anhöhe postieren oder sich für die Aufnahme hinhocken und aus der Froschperspektive fotografieren.
Bei Landschaftsaufnahmen besonders reizvoll sind Spiegelungen im Wasser. Bauen Sie dafür das Motiv symmetrisch auf. Der Horizont sollte dabei waagerecht verlaufen. Generell gilt bei Landschaftsaufnahmen: Die Diagonale ist die blickführende Linie, die dafür sorgt, dass Dynamik und Tiefe ins Bild kommen. Am besten wird eine solche diagonale Linie von einer horizontalen Linie, z. B. dem natürlichen Horizont gestoppt und das Bild somit geteilt.
Verlassen Sie bei Landschaftsaufnahmen auch einmal das gängige Querformat und bringen Sie mit einigen Aufnahmen im Hochformat mehr Spannung ins Bild. Dabei sollten Sie darauf achten, den Horizont jenseits der Bildmitte anzuordnen.